Arbeitszeit muss planbar sein. Für alle!

Arbeitszeit ist für viele Kolleg*innen der Punkt, der den Alltag am stärksten bestimmt. Genau hier braucht es klare Regeln und Verlässlichkeit.
Es muss sichergestellt sein, dass Beschäftigte regelmäßig ganze Wochenenden frei haben und nicht zu oft zur Wochenendarbeit eingeteilt werden.
Ebenso wichtig ist eine frühzeitige und verbindliche Dienstplanung. Wer arbeitet, muss rechtzeitig wissen, wann er zu erscheinen hat. Wer frei hat, muss sich darauf verlassen können, dass diese Zeit auch frei bleibt.
Gleichzeitig muss es möglich bleiben, auf persönliche Situationen Rücksicht zu nehmen. Planbarkeit bedeutet nicht starre Regelungen, sondern faire und nachvollziehbare Lösungen für alle Beteiligten.
Die Schichtvergabe muss transparent und gerecht erfolgen. Der Betriebsrat hat hier eine klare Kontrollaufgabe. Diese Aufgabe muss konsequent wahrgenommen werden und darf nicht nur formal bleiben.
Am Ende gilt: Gute Arbeit braucht planbare Arbeitszeit.
Leistung muss sich finanziell lohnen. Auch langfristig!

Viele Kolleg*innen entwickeln sich im Job weiter, übernehmen neue Aufgaben oder qualifizieren sich zusätzlich. Diese Entwicklung muss sich auch im Einkommen widerspiegeln.
Wir fordern deshalb, dass eine gute Entgeltentwicklung nicht an einen Stellenwechsel gebunden ist. Wer besser in seiner Arbeit wird, soll auch dauerhaft besser bezahlt werden.
Befristete Zulagen dürfen nicht einfach verschwinden, nur weil sich ein Projekt verändert oder beendet wird. Das schafft Unsicherheit und wird als ungerecht empfunden.
Weiterbildung und Qualifizierung müssen klar mit Entgeltentwicklung verbunden sein. Nur wenn sich Lernen auch finanziell lohnt, wird es im Alltag ernst genommen.
Grundsätzlich unterstützen wir Modelle, die Qualifizierung und Entgeltentwicklung verknüpfen. Entscheidend ist aber, dass erreichte Lohnniveaus dauerhaft gelten und nicht wieder verloren gehen können.
Gute Arbeit muss gut bezahlt werden. Erreichte Entgelt
niveaus dürfen nicht infrage gestellt werden. Das ist eine Grundfrage der Gerechtigkeit im Betrieb.
Gleiche Bedingungen im Homeoffice

Homeoffice ist heute ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Concentrix Münster hat sich in weiten Teilen stark in Richtung Homeoffice-Arbeit entwickelt. Trotzdem gibt es weiterhin Unterschiede in der Ausstattung und Unterstützung, die nicht akzeptabel sind.
Wir fordern, dass alle Kolleg*innen im Homeoffice kostenlos eine ergonomische und vollständige Ausstattung gestellt bekommen. Dazu gehören geeignete Stühle, höhenverstellbare Tische und eine gute Beleuchtung.
Wir fordern, dass der Arbeitgeber die Ausstattung vollständig stellt.
So ist er dafür verantwortlich, dass der Arbeitsschutz zu Hause gesichert ist und für die notwendigen arbeitsplatzbezogenen Kosten aufkommt.
Auch die mentale Unterstützung muss verbessert werden. Wer produktiv arbeitet, darf bei Problemen nicht allein gelassen werden oder lange auf Hilfe warten müssen.
Der Betrieb ist nicht nur die Arbeitsstätte, in der wir produktiv sind. Er ist auch der Ort, an dem Kolleg*innen sich begegnen, Kontakte entstehen und Gemeinschaft entsteht. Bei vollständiger Homeoffice-Arbeit fällt dieser soziale Austausch weitgehend weg. Wir fordern deshalb konstruktive Begegnungsmodelle, die den informellen Austausch im Alltag ersetzen, ein Gefühl von Team stärken und die Arbeit in der Gemeinschaft ermöglichen, statt als Einzelkämpfer.
Hybride Arbeit soll einfacher werden. Wer in der Nähe des Standorts wohnt und will, soll regelmäßig im Betrieb arbeiten können. Arbeit darf nicht in eine rein digitale Form ohne soziale Anbindung führen.
Gesundheit ist die Grundlage von allem.
Die Arbeitsbelastung im Callcenter ist hoch und wird durch steigende Komplexität und neue technische Systeme eher größer als geringer.
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI verändert sich die Arbeit. Routineaufgaben werden weniger, schwierige und belastende Gespräche bleiben bestehen. Diese Entwicklung muss bei der Gestaltung der Arbeit berücksichtigt werden.
Arbeit muss so organisiert sein, dass ein langfristiger Verbleib im Unternehmen möglich bleibt. Nicht nur für einzelne Jahre, sondern bis zum Erreichen der Rente.
Das betriebliche Eingliederungsmanagement muss gestärkt werden. Gesundheitliche Probleme dürfen nicht automatisch zu beruflichen Nachteilen führen.
Gut ausgestattete Arbeitsplätze und organisierte Abläufe sind kein Bonus, sondern Voraussetzung für gesundes Arbeiten.
Gesundheit ist die Grundlage von allem

Die Arbeitsbelastung im Callcenter ist hoch und wird durch steigende Komplexität und neue technische Systeme eher größer als geringer.
Mit der zunehmenden Verbreitung von KI verändert sich die Arbeit. Routineaufgaben werden weniger, schwierige und belastende Gespräche bleiben bestehen. Einfache Aufgaben nehmen ab, anspruchsvollere bleiben bestehen. Diese Entwicklung muss bei der Gestaltung der Arbeit berücksichtigt werden.
Arbeit muss so organisiert sein, dass ein langfristiger Verbleib im Unternehmen möglich bleibt. Nicht nur für einzelne Jahre, sondern bis zum Erreichen der Rente.
Das betriebliche Eingliederungsmanagement muss gestärkt werden. Gesundheitliche Probleme dürfen nicht automatisch zu beruflichen Nachteilen führen.
Gut ausgestattete Arbeitsplätze und organisierte Abläufe sind kein Bonus, sondern Voraussetzung für gesundes Arbeiten.
Mitbestimmung muss ankommen!

Mitbestimmung ist nur dann stark, wenn sie Teil unseres Alltags ist und nicht nur auf dem Papier existiert. Unser Betriebsrat hat die Aufgabe, die Interessen aller Kolleg*innen zu vertreten, Entscheidungen kritisch zu begleiten sowie Schutz und Unterstützung zu geben.
Dazu gehört eine klare Haltung bei Themen wie Kündigungen, Arbeitsbedingungen, Überwachung und Veränderungen im Betrieb. Wir brauchen die Sicherheit, dass unsere Interessen ernst genommen und aktiv vertreten werden.
Belegschaft stärker einbinden und vor Entscheidungen beteiligen
Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kolleg*innen früher und stärker in Entscheidungsprozesse eingebunden werden. Dazu gehört:
rechtzeitige Information über anstehende Themen und Veränderungen
aktive Befragung vor wichtigen Entscheidungen (auch in Betriebsversammlungen)
sichtbare Rückmeldung, welche Themen aus der Belegschaft aufgenommen werden.
Mitbestimmung darf nicht erst dann sichtbar werden, wenn Entscheidungen bereits gefallen sind.
Betriebsversammlungen als Ort echter Begegnung

Betriebsversammlungen sollen mehr sein als formale Termine. Sie sind für die meisten von uns eine zentrale Gelegenheit, sich gemeinsam zu informieren, auszutauschen und direkt ins Gespräch zu kommen.
Gerade deshalb sollen sie so gestaltet werden, dass möglichst viele Kolleg*innen im Homeoffice daran teilnehmen können, auch wenn sie weit entfernt vom Standort wohnen.
In Erinnerung geblieben sind Situationen, in denen viele Kolleg*innen ihre Erfahrungen und Auswirkungen auf ihren Arbeitsalltag direkt geschildert haben. Diese Dynamik lässt sich in digitalen Formaten nur schwer abbilden.
Wir setzen uns dafür ein, dass Betriebsversammlungen regelmäßig nicht nur für die vor Ort Beschäftigten am Standort Münster leicht erreichbar sind, sondern dass:
- die Teilnahme auch für Kolleg*innen im Homeoffice realistisch und attraktiv möglich ist;
- Anfahrt und organisatorischer Aufwand keine Hürden darstellen;
- Zeiten so gewählt werden, dass möglichst viele teilnehmen können;
- Fahrtzeiten im Zusammenhang mit der Teilnahme sollen vergütet und notwendige Kosten übernommen werden.
Damit wird aus einer formalen Versammlung ein echter Ort der Begegnung, an dem sich Kolleg*innen persönlich sehen, austauschen und gemeinsam diskutieren können
Beteilige Dich aktiv!

Mitbestimmung lebt davon, dass sich Kolleg*innen beteiligen können.
Deshalb laden wir Dich ein, Dich in unserer ver.di Betriebsgruppe zu engagieren. Dort werden Themen besprochen, Ideen entwickelt und konkrete Verbesserungen vorbereitet.
Die Betriebsgruppe ist kein geschlossener Kreis, sondern offen für alle, die sich einbringen wollen.
Gemeinsam sind wir stärker als allein!

